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Optimale Bildaufnahme für saubere 3D-Modelle

Kurze Beschreibung

Die Art und Weise, wie du Bilder aufnimmst, hat direkten Einfluss auf die Qualität des 3D-Modells. In diesem Artikel erfährst du, wie viele Bilder nötig sind, wie sie aufgenommen werden sollten und worauf es bei der Überlappung ankommt.


1. Ausreichende Überlappung sicherstellen

Jedes Bild muss sich deutlich mit den vorherigen und folgenden Bildern überschneiden.

Empfehlung:

  • Hohe Überlappung zwischen den Bildern
  • Gleichmäßiger Abstand zwischen den Aufnahmen

Warum das wichtig ist:

  • Überlappung ermöglicht die Zuordnung gemeinsamer Bildpunkte
  • Zu geringe Überlappung kann zu Löchern oder Verzerrungen im Modell führen

❗ Wichtig

Bei Aufnahmen aus unterschiedlichen höhen muss nicht nur die Überlappung auf der horizontalen, sondern auch die Überlappung auf der vertikalen Achse beachtet werden.


2. Mindestanzahl an Bildern beachten

Eine ausreichende Bildanzahl ist entscheidend für die Modellstabilität.

Richtwert:

  • Mindestens 50 und maximal 200 Bilder pro Objekt
  • Größere oder komplexere Gebäude benötigen deutlich mehr Bilder als simple Gebäude

Wenige, hochauflösende Bilder ersetzen keine gute Bildabdeckung.

❗ Wichtig

Alles, was nicht auf den Bildern zu erkennen ist, wird später auch nicht korrekt im 3D-Modell dargestellt. Sollte beispielsweise die Unterkannte der Dachtraufe dargestellt werden, muss diese auch auf den hochgeladenen Bildern erkennbar sein und die Bilder müssen genügend Überlappung zu den umliegenden Aufnahmen aufweisen.


3. Perspektiven variieren

Unterschiedliche Blickwinkel verbessern die Rekonstruktion deutlich.

Empfehlung:

  • Kombination aus:
    • schrägen Aufnahmen
    • seitlichen Umläufen
    • leicht unterschiedlichen Höhen
  • Keine ausschließlich senkrechten Top-Down-Aufnahmen

4. Gleichmäßiger Flug statt hektischer Bewegungen

Ruhige Flugbewegungen sorgen für konsistente Bildabstände und saubere Bildserien.

Vermeide:

  • Schnelle Richtungswechsel
  • Abrupte Höhenänderungen
  • Unregelmäßige Stop-and-Go-Bewegungen

Trotz gleichmäßigem Flug sollten unterschiedliche Perspektiven unter den Aufnahmen enthalten sein.


5. Hyperlapse

Die meisten Drohnen können auch automatisch um ein ausgewähltes Objekt kreisen und dabei in regelmäßige Abständen Bilder machen. Diese Funktion nennt sich Hyperlapse.

Hyperlapses können dem Piloten der Drohne einiges an Arbeit abnehmen. Allerdings ist die Variation zwischen den Bildern in diesem Fall deutlich geringer, was zu einer Verschlechterung des Modells führen kann. Achte deshalb auch in diesem Fall darauf, unterschiedliche Kamerapositionen (insbesondere Kamerahöhen) zu verbinden, Überlappung zwischen diesen sicherzustellen und allenfalls mit Detailaufnahmen zu kombinieren.

Die grünen Punkte zeigen die jeweiligen Drohnenpositionen zum Zeitpunkt eines Fotos. In rot ist das gescannte Gebäude zu erkennen.


Unsere Empfehlung

Es gibt unterschiedliche Bildkompositionen, mit welchen sich genaue 3D-Modelle erstellen lassen. Im folgenden erfährst du unsere Empfehlung eines geeigneten Fluges:

  • Eine Bildreihe aus Aufnahmen in gleichmässigen Abständen um das Gebäude mit einem Kamerawinkel von 30-45° wobei jeweils das ganze Gebäude sichtbar ist. (40-60 Bilder)
  • Aufnahmen im 90° Winkel zur Fassade des Gebäudes. (20-40 Bilder)
  • Nahaufnahmen von wichtigen Bereichen des Gebäudes (20-40 Bilder)
    • Im Normalfall handelt es sich hierbei um Dachaufnahmen im 90° Winkel zum Dach.

Warum die Bildaufnahme entscheidend ist

Fehler bei der Bildaufnahme führen häufig zu:

  • unvollständigen oder verzerrten 3D-Modellen
  • schlechter Texturqualität
  • eingeschränkter Messbarkeit
  • zusätzlichen Nachflügen

 

💡 Praxis-Tipp

Plane den Flug im Voraus. Ein klarer Flugplan mit festen Bahnen und Höhen liefert deutlich bessere Ergebnisse als spontanes „Abfliegen“.

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